Die Montagebänder wurden in aller Regel vor den Werksferien nicht leergefahren (wenn nicht eine größere Modelländerung beispielsweise Umstellung von Heck- auf Frontantrieb anstand), so daß in der Regel wie beim Kadett Modelljahr 78 durchaus Karosserien zweier Modelljahre auf den Bändern waren. Die Fahrgestellnummer wird bereits vorne im Rohbau vergeben, danach kann es im zeitlichen Ablauf möglich sein, daß Karosserien noch längere Zeit im einem Karosserie-Stapel beispielsweise vor der Lackiererei/Fertig- oder Endmontage hängen blieben, weil man damals versuchte, möglichst große Farbpulks zusammenzustellen oder Entzerrungen von aufwendigen Austattungen wie Berlina, Viertürer, Schiebedach etc. vornehmen musste. Auch gab es Karosserien, die nachgearbeitet werden mussten und so länger irgendwo ausgesteuert blieben. D.h. Du kannst nicht mit letzter Sicherheit davon ausgehen, daß eine kleinere Fahrgestellnummer auch vor einer höheren tatsächlich vom Band lief, also fertiggestellt war. Allerdings lagen da sicherlich keine Monate dazwischen. Mein Rallye 20E beispielsweise hing damals aufgrund seiner seltenen Farbe UU (Regattablau) in Bochum ca. 2-3 Wochen im Stapel vor der Lackiererei, da war die Fahrgestellnummer schon längst vergeben. Werksferien lagen nach meiner Erfahrung immer innerhalb der Schulferien des jeweiligen Bundeslandes, selbst wenn man die Werksferien aufgrund von Kurzarbeit etc. verschieben musste.
Gruß Eugen