• Herzlich willkommen im neuen Kadett C Forum. Bitte die Beiträge im Bereich Bedienung und Informationen des Forums lesen.

Dünnbrettborer versucht Dünnblechschweißen

  • Ersteller Ersteller Klauss
  • Erstellt am Erstellt am
K

Klauss

Guest
Glück auf,
ich versuche mich grad am Schutzgasschweißen. Bei dicken Blechen ab 1mm hab ich ja inzwischen ganz gute Ergebnisse, aber bei Blechen mit 0,75mm und weniger komm ich einfach nich klar. (Bin nich vom Fach.) Meine derzeitigen Einstellungen:
- 0.6er Draht / großer Drahtvorschub / geringste Stromstärke (30 A)/ Mischgas 3 bar
--> das sind Lehrbuchwerte? besser weiß ichs nit

Nun fahre ich mit dem Dingens in der gewohnten Halbkreisbewegung schiebend, leicht schräg angestellt, relativ schnell über das Blech, überlappend wie auf Stoß versucht, aber ich brenn immer wieder Löcher rein, oder ziehe viel zu dicke Nähte...aus dem Lehrbuchlatein werd ich nit schlau, vielleicht kann mir jemand kurz das Wesentliche erkären, denn über Weihnachten will ich üben..... Hiiiiilfeeeee
 
passt schon so ungefähr was dein lehrbuch sagt, und dennoch, übung ist alles. wieviel schweißstufen hat dein schweißgerät ? ist das gerät neu ? war der 0,6er draht dabei ?
0,6er draht ist müll, ich nehm nur 0,8er. außerdem hab ich einen extremen schweißstil, etwas zu wenig drahtvorschub mit viel zu hoher stromstärke bei zügiger bewegung. ist aber für ungeübte kaum durchführbar, kollegen die mit meiner geräteeinstellung schweißen wollten, sind schon verzweifelt.
angenommen dein gerät hat 6 stufen, nimm die dritte bei 0,8er blech und soviel drahtvorschub, das der draht nicht zur düse zurückschmilz aber auch nicht die schweißpistole vom werkstück zurückdrückt. sollte die schweißnaht zur raupe mutieren, ist der vorschub zu hoch. versuchs mal mit ziehen und schenk dir vorerst die halbkreisbewegung. probier doch mal zu erkennen wann das blech flüssig wird. erst glühts nur, aber wenn die glühende stelle anfängt zu glänzen ists fast zu spät, dann ganz schnell weiterführen.
eigentlich ist alles nur übungssache.
 
Hi Klauss,

das ist leider nicht mal eben über´s Netz erklärt! Wenn du Löcher trotz schnellem ziehen reinbrennst, hast du immer noch zu viel Dampf(Ampere) eingestellt. Die dicken Wurstnähte kommen eindeutig von zu viel Drahtvorschub.
Ich rate dir es ohne Lehrbuch zu versuchen, stell das Gerät nach Testversuchen ein, daß hilft dir eher weiter. Denn am Sonntag ist es bei mir meist so, daß ich auf einer Stufe niedriger mehr Dampf habe wie in der Woche auf einer Stufe tiefer! Da hilft also immer nur probieren.
Fang mit wenig an, und wenn es nicht zum sauberen schweißen reicht, dann erst drehst du etwas höher.
Viel Spaß beim tüffteln!

Gruß M@x
 
Ehhhm naja,
wenn ich die Wurst wegbekommen will und den Vorschub reduziere, setzt der verrückte Lichtbogen immer aus. Ich hab jetzt versucht mit etwas höherem Strom, aber mit etwas schräger gehaltener Pistole, hab den Eindruck das brennt nit so schnell durch. Macht das Sinn die äußere Hülse an der Pistole weiter rauszuziehen um weniger Einbrandtiefe zu bekommen? Und bekomm ich eigentlich ohne Pendeln ne feste Naht? Ich hab da das Problem, daß ich beim Pendeln eben das Bad besser sehe, aber schwub di wub ists passiert. Hm...aber das macht ernsthaft Spaß.
 
@ frank janssen

so ist es. schweißen bedeutet metalle miteinander verschmelzen, nicht verbappen oder kleben. aber vorsicht, wärme bedeutet gefügeveränderung im metall. zu heftig-heiß schweißen kann das material schwächen und dann gibts risse um die schweißstelle. deshalb bei dieser art schweißstil zeit mitbringen und nur teilabschnitte schweißen und zwischendurch immer wieder abkühlen lassen.
 
Heureka,
heiligs Blechle...es geeeeeht!
nach mehreren Kwadratmetern Blechle und mehr Litern Gas als man an Bieren in der gleichen Zeit schütten kann, bin ich zum Ergebnis gekommen, daß Biertrinken lernen länger dauert als Dünnblechschweißen, auch wenn mit Zittern beim Biertrinken weniger Schaden anrichten kann...
 
Zurück
Oben