Hallo Ilias,
mir wurde das mal so erklärt: Je heißer die Verbrennung, also z.B. auch durch höhere Verdichtung oder auch wenn er magerer läuft), desto eher müsste man Zündkerzen mit niedrigerem Wärmewert nehmen (bei Bosch werden die Zahle kleiner je geringer die Wärmeaufnahmekapazität ist, bei NGK dagegen größer - das nervt, zumal das nicht linear ist. Aber es gibt ja "Zündkerzen-Übersetzungstabellen" dafür).
Bei höherer Verdichtung läuft es wohl auf höhere Verbrennungstemperaturen hinaus, kann aber ggf. ja noch zu den Kerzen passen. Wenn Du dann geichzeitig etwas fetter fährst kühlt das auch etwas. So hab ich das vorügergehend bei meinem Wagen gemacht als der neue Motor drin war.
Das sieht man am besten am Zündkerzenbild, da müsstest Du also mal nachsehen wie Dein Brennbild an den Kerzen aussieht und das danach entscheiden. Am besten dazu vorher mal auf die Bahn für 20 km und nicht viel untertourig im Ort rumhoppeln. Weiße Porzellankörper und grau-weiße Elektroden zeugen von heißer und magerer Verbrenung, dann braucht es Zündkerzen mit kleiner Wärmeaufnahmefähigkeit, bei Bosch also niedrige Zahlen. Und rußige Kerzen auf eine fetter Verbrennung da bräuchte man also Zündkerzen mit hohem Wärmewert, bei Bosch also die höheren Zahlen, bei NGK werden die Zahlen kleiner. Wenn der Porzelankörper hellbraun ist und keine Ablagerungen an der Elektrode, dann ist die Verbrennung okay.
Wenn Du was am Motor gemacht hast und die Brennraumtemperatur nicht mehr zu den Zündkerzen passt musst Du das quasi ausprobieren welcher Wärmewert am besten geht. Wenn er zu mager ist kannst Du auch versuchen die Temperatur zu senken indem Du etwas fetter einstellst oder mit der L-Jetronic die gelben Düsen nutzt (ohne den Vorwiderstand).
Da es bei mir dann auf probieren hinauslief gibt es aber hier ggf. auch Experten die sowas richtig auslegen und Prognostizieren können - Zündkerzen sind ja auch nicht für umsonst.
Gruß
Hauke