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Öl läuft am Kurbelwellen Dichtring raus

Hallo Kadett Gemeinde. Hab gerade mit meinem Motorenbauer gesprochen und möchte das Thema mal hier plazieren. Motor hat bisher nur Umdrehungen mit der Ratsche auf der Schraube von der Kurbelwelle. Hab vor paar Tagen Öl aufgefüllt und nach Anweisung hier aus dem Forum - also auch über die Inbusschraube (7mm) im Steuergehäuse - nix verkehrt gemacht. Dann mit Akku-Schrauber und Stange die Ölpumpe direkt langsam bewegt bis oben im ZK das Öl gesprudelt ist. Ventildeckel drauf und unters Auto geschaut. Am Ölfilter sehe ich Öltropfen. Wanne drunter und Feierabend. Am nächsten Abend sehe ich beim hochbocken ( habe weder Hebebühne noch Grube ) eine Öllache unter Motor / Kupplungsglocke vom Getrag. Eben wieder alles sauber gemacht und nochmals mit Stange / Akkuschrauber die Ölpumpe gedreht. Öl läuft wieder beim Pumpen zwischen Block und Kupplungsglocke raus. Alle Dichtungen am Motor sind neu gekauft bei einem beliebten  Händler. Mein Motorenbauer sagt, das liegt am Wellendichtring. Wer hat auch so‘n Problem? Sieht so aus, als ob ich wieder alles ausbauen muß ???

Gruß und ein schöneres Wochenende

Bernhard 
 
Hallo Bernhard,

zum Glück hatte ich das noch nicht, aber du wirst den Simmering wohl noch mal tauschen müssen.

Ist die Welle vielleicht eingelaufen?

Ist jetzt blöd wenn ich frage, ob der richtig herum eingebaut ist?

Gruß, Ilias

* BROTKASTEN INSIDE *
 
Hallo Bernhard,

so starker Ölverlust im Stand am Wellendichtring ist aber ungewöhnlich. Ich würde die Kupplungsglocke nochmal abnehmen, damit du das richtig siehst. Könnte auch die Ölwanne sein. Was schief gelaufen bei der Montage?

Gruss Andreas
 
Nöööö. Alles Top Marken Material von sehr beliebtem Lieferant. Kupplungsglocke heisst Getrag raus. Ohne Hebebühne und ohne Grube. ich könnte Knochen kotzen
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Aber wenn es "raus läuft" kann es eigentlich nicht nur einfach an der Montage des WeDi liegen mit dem bisschen drehen. Ein paar Tropfen  okay, aber rauslaufen wäre fast so als wenn gar kein WeDi eingebaut wäre. Und doviel kann man bei der Montage nicht falsch machen das es zu so einem Auslaufen kommt.

Ich kenne das mit dem überflpssigen Ausbau des Getrag ohne Grube unter dem Auto liegend selber gut weil ich es auch 2x machen musste, ich beneide Dich nicht. Aber sonst kommst Du der Sache vermutlich nicht bei. 

Trotzdem, ich finde es zu viel Öl nur um einer möglichen Fehlmontage oder Undichtigkeit des WeDi die alleinige Ursache zu sehen. Aber ich wüsste andererseits auch nicht wo es an der Stelle sonst austreten kann. Ölwanne kann theoretisch zwar auch sein, aber in Zusammenhang das immer mit dem Drehen austritt auch nicht in der Menge.

Gruß

Hauke 

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Dagegen gibt es leider unzählige dumme Antworten!
 
Für den Wedi ist das eigentlich zu viel, ich habe mal eine Krumm geschweißte Ölwanne übersehen und verbaut. Da kam es auch satt raus, aber auch da hat der Motor wenigstens schon im Stand gelaufen. 
Desshalb wirst du nochmal richtig gucken müssen, dass muss ja sofort auffallen. Nur Mut, schaffst du schon, ich mache das auch alles ohne Grube und Bühne.
Gruss Andreas  
 
Der erste Gedanke der mir dabei kommt, ist Ajusa als Hersteller.

Von der "Marke" gibts ja auch Kopfdichtungen die nicht dichten.

Dennoch wirst Du das Getriebe ausbauen müssen
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. Einfach eine Seite hochbocken und dann geht das schon, hab ich auch schon öfter gemacht so.
 
Moin zusammen. An der Alu Wanne vom GT sitzt ne Gummidichtung von einem beliebten Lieferant und Opel-Freak anstatt der 4 teiligen Gummi- / Korkdichtung. Die hat Opel damals für die Dieselmotoren verbaut. Alle anderen Dichtungen kommen von der selben Adresse. Die Ölwannendichtung gibt ja nicht beim Pumpendruck nach. Da baut sich ja kein Druck auf. Ich lese gerade in der  "weiß-blauen Reparaturanleitung Opel Kadett C" : Die Dichtlippe des neuen Rings ist mit Fett zu füllen. Der Dichtring muß mit einer passenden Hülse über den Lagerzapfen bündig angedrückt werden. Dann wir er bis zum Anschlag in den Block eingeschlagen.

Fragen:

Wie sollte die Hülse aussehen?

Welches Fett?

Könnte es sein, dass mit dem hinteren Lager etwas nicht stimmt? In der "weiß-blauen Reparaturanleitung Opel Kadett C" steht: Beim CIH ist der Lagerdeckel des hinteren Lagers über seine gesammte Fläche satt mit Dichtmasse zu bestreichen.

Wenn da jetzt nix drin ist?

Das mit dem seitlichen Aufbocken war ein guter Tip
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Ich habe einen Liqui Kippwagenheber. Damit müsste es zu schaffen sein.
 
Das mit dem Fett kannte ich gar nicht, steht das imWHB so drin? Muß ich mal nachsehen, erklärt ggf warum mein Hinterachsaustritt trotz neuem WeDi weiterhin undicht ist.

Es sollte dann warmfestes Fett, also möglichst zäh sein, sonst wird es mit der Wärme des Motors/-öl dünn und läuft weg. Kann mir also eher vorstellen dass das für die Montage gedacht ist.

Die Hülse kann ein dickwandiges Rohrstück sein, oder auch ein dickeres Holzstück entsprechender Größe mit einem Loch in der Mitte für das Kurbelwellenende. Es geht darum den WeDi parallel und ohne zu verkanten, also  nicht punktuell einzuschlagen.

Auch eine doofe Frage, aber hast Du in dern Ecken wo die Dichtfläche der Ölwanne an der Kurbelwelle endet und in den Radius übergeht Dichtmasse gesetzt?

Gruß

Hauke 

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Hallo Hauke. Ich habe die endlos Gummidichtung vom Diesel verbaut. Bekommst du u.A. beim Th. Nastke. Die habe ich beidseitig dünn mit Dichtpaste beschmiert. In den Ecken bissl mehr. Hat alles "saugend" gesessen. Aber in der Ölwanne herrscht kein Druck. Also kommt der Öl-Austritt vom hinteren Lagerbock über den Wedi
 
Die Dichtung kenne ich, aber man hat auch bei dieser Dichtung den Übergang von der Flächendichtung der Wanne  zur Pressung im schmaleren Dichtungsabschnitt, der im Radiusbereich in der Nut liegt. In dem Übergang kommt es dann später zum Siffen wenn in den Übergangsecken zu wenig Dichtmasse ist, nicht nur bei den Korkdichtungen, die hier ja geteilt sind. Auch ohne Druck in der Wanne, das ist schon klar, das da unter normalen Umständen kein Druck ist.

Aber natürlich erklärt das nicht diese Öl-Mengen, das ist dann eher ein Film an der Wanne oder 2-3 Tropfen nach jeder Fahrt. Aber eine Fehlmontage des WeDi wären bei Deinen trockene Drehungen  des Motors auch nicht mehr als sowas um 5 Tropfen. Der WeDi hat ja Abstreifringe mit einer schrägen Prägungen gegen die Drehrichtung, so das das Öl immer zurück in die Wanne abgestreift werden soll. Wenn Deine Kurbelwelle nun auf der Dichtfläche Riefen hätte funktioniert das nicht mehr, aber fas hättest Du bestimmt  gesehen, und zum "rauslaufen" taugt es such nicht als alleinige Erklärung.

Schon spannend, aber das ist so schwer zu ermitteln. Halt uns nsl auf dem Laufenden.

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Und so was ganz Blödes, dass es von oben kommt. Ventildeckel, Nockenwellendeckel hinten...
 
Ja, stimmt schon, aber doch auch nicht in Mengen. Den hinteren Nockenwellendeckel hatte ich auch mal undicht, das sind dann selbst wenn man ein Ölstandserhöhungsrohr drin hat, auch nur ein paar Tropfen, bei einer undichten Ventildeckeldichtung ist das ja ähnlich.

Aber klar, sollte auch mal mit dem "Hand-Wischtest" oben an der Motorrückseite oberhalb des Getriebes  geprüft werden wenn bisher noch nicht gemacht.

Ich bin aber schon mal davon ausgegangen, das diese  örtliche Abgrenzung schon erfolgt ist, so das die Leckage auf den Bereich des Kurbelwellenaustritts eingegerenzt wurde.

Die beschriebene Ölmenge könnte ja auch das Resultat einer Kombination mehrerer kleiner Leckagen sein.

Gruß

Hauke 

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Guten Morgen C-Kadett-Gemeinde.

Wird mal Zeit dass ich mich wieder melde. Mein 3.Bandscheibenvorfall beruhigt sich laaaangsam. Hab den Motorraum ausgeräumt und mit 2 Kumpels die Motor-Getrag Einheit ausgebaut
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. Dann den Gussklumpen an die Werkbank gehängt. eup-1137184880-033c8e3abe636ac5eae006eb727d0dcd-1625211678_big.jpg

Den hinteren Deckel am ZK kontrolliert. Neue Dichtung und Dichtpaste drauf. Kupplung und Schwungrad weg. Große Ernüchterung - Wedi ist definitiv stark beschädigt. Wie das vor über 2 Jahren passiert ist weis ich nicht. War etwa vor meinem persönlichen LOCKDOWN wegen Rechtsstreit mit dem Lackierer. Also Wedi gewechselt. Öldruck getestet. Keine komischen Geräusche mehr - aber die Uhr pendelt sich weiter schwindelig. Die Öldruck-Kontrollleuchte zeigt aber korrekt an
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. Frage - warum sind die Geräusche weg ??? Ölkühler und Schläuche hängen am Auto und der Adapter liegt in einer Schüssel ???

eup-1137184880-5e9f85156d3c0cd5a1b393ac59920131-1625212459_big.jpg

Kabelsalat gecheckt. Das Kabel für den Geber hatte ich an den Spannungsstabilisator angeklemmt. Richtig ist aber Klemme 15 vom Zündschloß. Umgeklemmt - alles ok. Beim Bewegen der Pumpenräder steigt der Druck schön auf > 5 bar. Beim Wegnehmen vom Akkuschrauber fällt der Zeiger sauber ab und die Öldruck-Kontrollleuchte ist sofort da. Und am Filter ist an der Dichtung nichts mehr rausgetroft. Bingo 
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Den neuen Adapter für den Ölkühler mit den alten verglichen - passt.

Motor / Getrag-Einheit zusammen mit meiner Freundin wieder eingebaut. Perfekt und ohne einen Kratzer -
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. Adapter und Schläuche zum Ölkühler montiert. Öl in Wanne und Pumpe. Armaturen wieder angeklemmt. Pumpenräder mit Akkuschrauber bewegt. Öldruck baut sich auf, Kontrollleuchte geht weg. Akkuschrauber weggenommen - Öldruck baut sich langsam ab, wieder komische Geräusche und die Öldruckleucht braucht wieder einige Sekunden 
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.

Resüme: Die gefüllte Pumpe saugt Öl an. Drückt in die Lagerstellen und über den Adapter in den Vorlaufschlauch zum Kühler. Der ist gefüllt mit Öl. Der Schauch ist aber voller Luft. Ebenso der Rücklaufschlach zum Adapter. Der Thermostat ist natürlich zu. Die Luftblasen werden komprimiert auf 5 bar. Beim Wegnehmen vom Akkuschrauber drückt die Luftblase das gute 15W40 zurück über die Ölpumpe. Das ist dann das komische Geräusch
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. Ist das komplette System mit Öl gefüllt passiert das nicht. Flüssigkeiten lassen sich nicht komprimieren. Gesagt - getan. Schläuche gefüllt und Pumpenräder bewegt - alles ok. Öl sprudelt nur noch oben im ZK an den richtigen Stellen raus. Auch die Dichtung am ÖF ist dicht.

Jetzt gehts laaaangsam an die Fertigstellung. Ich will im Spätsommer zum TÜV und eigentlich noch paar km fahren. Das muss ich aber noch mit meinem Rücken klären ...
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Gruß Bernhard
 
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