Wen es interessiert!BMW plant Kurzarbeit in vier deutschen WerkenDer Autobauer BMW will angesichts der anhaltenden Nachfrageschwäche seine Produktion weiter drosseln und plant Kurzarbeit an vier deutschen Standorten. Im Februar und März würden dadurch rund 38.000 Fahrzeuge weniger gebaut als ursprünglich geplant, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit. Eine entsprechende Vereinbarung mit dem Betriebsrat sei unter Dach und Fach. München. Die anhaltende Absatzkrise zwingt den Autobauer BMW in die Kurzarbeit. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, soll nach einer mehrwöchigen Produktionspause in den Weihnachtsferien in den kommenden Wochen rund ein Viertel aller Mitarbeiter weniger arbeiten. Geplant sei, im Februar und März an vier deutschen Standorten insgesamt 38 000 Fahrzeuge weniger zu bauen als ursprünglich geplant, sagte der neue Personalvorstand Harald Krüger der Deutschen Presse-Agentur dpa. Ab April soll die Produktion dann wieder normal laufen. Weitere Stellenstreichungen wie im vergangenen Jahr sind nicht geplant.Eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat über Kurzarbeit sei unter Dach und Fach, sagte Krüger. "Wir haben jetzt eine grundsätzliche Vereinbarung, Kurzarbeit an ausgewählten Tagen zu fahren. Wir reden aber nur über einzelne Tage und Schichten, die ausfallen." Wie viel dies jeweils an den einzelnen Standorten seien, sei momentan noch nicht entschieden. ZF rechnet mit Kurzarbeit in großem Umfang Der drittgrößte deutsche Automobilzulieferer ZF rechnet in Kürze mit Kurzarbeit in erheblichem Umfang. Aktuell seien erst 700 Mitarbeiter bei ZF Sachs in Schweinfurt und Eitorf in Kurzarbeit, aber es werde an zahlreichen Standorten verhandelt, sagte ein Konzernsprecher am Montag. Friedrichshafen. Der Zulieferer ZF rechnet an zahlreichen Standorten mit Kurzarbeit. Zunächst sind die Standorte Schweinfurt und Eitorf betroffen. Aber auch anderswo wird verhandelt. Bei ZF in Passau sollen ab 1. Februar rund 3800 Mitarbeiter in Kurzarbeit gehen. Dort werden Bau- und Landmaschinen gefertigt. Wegen der schwachen Nachfrage nach Pkw und Nutzfahrzeugen wird auch an anderen Standorten von ZF über Kurzarbeit verhandelt. Noch in den ersten beiden Quartalen 2009 werde sich die Zahl gegenüber dem jetzigen Zustand erhöhen erhöhen; dann würden große Teile der in der Produktion beschäftigten Mitarbeiter in Kurzarbeit gehen, teilte der Spezialist für Fahrwerks- und Antriebstechnik mit. ZF-Chef Hans-Georg Härter sagte dazu: "ZF sieht die Kurzarbeit als Bekenntnis zu den Mitarbeitern und will die Stammbelegschaft nach Möglichkeit halten - auch, um nach der Krise qualifiziertes Personal an Bord zu haben." Die ZF Friedrichshafen AG (Umsatz 2008: 12,6 Mrd Euro) beschäftigt weltweit 64 000 Mitarbeiter, in Deutschland sind es rund 37 000.