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Vibrationen vom Antriebsstrang her

Rallye78

Member
Hallo Gemeinde,

habe nach wie vor Vibrationen im Antriebsstrang, bei langsamer oder auch bei schnellerer Fahrt. Ich war damit bei Risse und die haben mir das Mittellager getauscht und eine verstärkte Achswelle samt Achsrohr eingebaut. Danach habe ich noch beim Spezialisten die Kardanwelle prüfen lassen mit der Bitte, sie ggfls. auszuwuchten. Aber da war alles OK. Dennoch krieg ich die Vibrationen nicht weg. Heute hab ich mir das Kardangelenk nochmals näher angeschaut und festgestellt, daß zwischen den Nadellagern und der Kardanklaue  Spiel ist,  und zwar ca. 1,9 Millimeter, gemessen mit der Ventillehre. Wenn ich beim Anziehen der Schrauben nicht genau aufpasse und austariere, habe ich auf der einen Seite eben einen Spalt von 1,9 mm und auf der anderen Seite Null mm.Natürlich ist das eigentliche Spiel mit Anziehen der Schrauben weg, aber der jeweilige Spalt ist unterschiedlich.

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Fragen: 1. ist das Spiel normal ?

2. wenn es mir gelingt, das Ganze so zu montieren, daß es auf jeder Seite einen Spalt von 0,95 mm hat, kriege ich damit die Vibrationen weg ?

3. Risse hat das Gegengewicht auf dem Achsrohr weggelassen, also das mit dem Bügel auf dem Achsrohr festgeklemmt war. Kann das auch die Ursache der Vibrationen sein ?

Danke für eure Hilfe und Guß

Eugen

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Die Kappen der Nadellager sind mit einem Stück Draht von rechts nach links verbunden.

Im Flansch der Hinterachse ist dafür eine Nut,wo der Verbindungsdraht rein gehört.

Da haben die Spezialisten wohl etwas schlampig gearbeitet.

Wenn du die Kardanwelle am Hinterachsflansch lößt,kannst du die Welle etwas nach vorne drücken und meine Vermutung überprüfen.

Nix iss mir so lieb , wie der Heckantrieb. (OO)=[][]=(OO)
 
Hi Markus, danke. Der Draht fehlt zwar, aber ich guck morgen gleich mal nach, ob die Erhebungen, an denen der Draht normalerweise festgemacht ist, in die Nut am Flansch zeigen. Wenn das korrekt montiert ist, wie schaut‘s aus mit den anderen Fragen ?

Gruß Eugen

show-user_65833-102334-1070171-opel_rallye_2_0e_1978.html
 
Die Sache mit dem Gewicht,ist wohl eine Wissenschaft für sich.

Ich hab bei meinen Autos keines dran.

Vielleicht hat die verstärkte Deichselwelle ja auch ne Unwucht?!

Aber vielleicht ist die Vibration ja weg,wenn die Kardanwelle ordendlich montiert ist.

Am besten,Schritt für Schritt.Sonst weis man nachher nicht,woran es am Ende gelegen hat.

Nix iss mir so lieb , wie der Heckantrieb. (OO)=[][]=(OO)
 
Hallo,

bist du dir sicher, das die Vibrationen nur in Fahrt sind? oder auch im Stillstand (Drehzahlabhängig)?

Denn bei langsamer Fahrt (wie du schreibst) sollten sich noch nicht solche Vibrationen von der Kardanwelle her aufbauen können.

Gruß Denis
 
Bei langsamer Fahrt hast du ja trotzdem hohe Drehzahlen und damit Vibrationen.Wäre mal interessant zu wissen ob die 1 mm außermittig für die Vibrationen verantwortlich sind, bei den Drehzahlen der Kardanwelle schon möglich.Das Gewicht an der Achse kannst du weglassen, dass braucht man nicht wirklich.Wenn du die Kardanwelle wieder lößt, dann würde ich auch die Sicherungsbleche weg lassen und einfach selbstsichernde Muttern verwenden.Gruß,Ilias
 
Bei ca. 50 km/h im ersten Gang, dreht der genau so hoch wie z.B. bei 100 km/h im dritten Gang.Ich gehe mal davon aus, dass die Vibrationen Drehzahlabhänig und nicht Geschwindigkeitsabhänig sind.
 
QP/E78:

Bei ca. 50 km/h im ersten Gang, dreht der genau so hoch wie z.B. bei 100 km/h im dritten Gang.

Ich gehe mal davon aus, dass die Vibrationen Drehzahlabhänig und nicht Geschwindigkeitsabhänig sind.
Da hast Du grad nen Denkfehler... der Motor dreht genauso schnell bei 50 im ersten und z.B. bei 100 im dritten. Allerdings kommt zwischen Motor und Kardanwelle ja noch dit Getriebe, welches die Drehzahl für die Kardanwelle sozusagen regelt. Die Kardanwelle muss logischerweise bei 50 langsamer drehen als bei 100, da die Drehzahl der Welle direkt proportional zur Drehzahl der Räder (nur nochmal übersetzt durchs Differenzial) und somit auch direkt proportional zur Geschindigkeit ist...
b.gif

Ein Oldtimer gehört gepflegt, umsorgt und liebevoll gehegt, denn erkennt man seinen Wert, wird er von allen hoch verehrt!

Die Hompääääätsch...
 
Jupp, da hast du Recht Ronny....Die Drehzahl im ersten Gang am Getriebeausgang währen ja nur ca. 1800 U/min und im fünften Gang ca. 7400 U/min.Da muss ich noch mal nachdenken, dann hat der Denis mit dem Ausschluss der Kardanwelle. :-)Gruß,Ilias
 
Hallo Gemeinde,

@Denis:  Ja, beim Hochjagen des Motors im Stand vibriert nichts, nur wirklich beim Fahren. Mit höherer Geschwindigkeit steigen die Vibrationen, allerdings im 5. Gang so bei 100 km/h ist ziemlich Ruhe, danach werden sie wieder stärker. Bin ziemlich sicher, daß die Vibrationen in Abhängigkeit von der Drehzahl der Kardanwelle auftreten.

@Markus: die beiden Nasen der Drahtverbindung waren nicht korrekt in der vorgesehenen Nut montiert. Den Erfolg kann ich allerdings erst im Laufe der Woche testen, wenn ich die Benzinversorgung wieder komplett montiert habe. Es fehlen noch bestellte Teile. Ich melde mich wieder.

@Ilias: habe jetzt bei der Montage eine 0,95er Lehre verwendet, so daß links und rechts der selbe Abstand zur Mitte gegeben ist. Ob das allerdings bei dem Drehmoment, das die Welle übertragen muß, nicht wieder verrutscht, bleibt abzuwarten. Kann man das Spiel beispielsweise durch Unterlagscheiben zwischen den Nadellagern eliminieren oder mal mit dem Hammer vorsichtig auf die beiden Begrenzungslaschen nach innen hauen (Guss ?) ? Aber warten wir mal auf die nächste Testfahrt und dann weiß ich mehr. Das Gewicht werde ich jetzt erstmal weglassen - vielleicht ist das Problem bereits gelöst. 

Danke erstmal an alle und Gruß

Eugen

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Hallo Eugen,ist eine gute Frage ob die sich dann wieder verstellen kann, aber ich denke nicht.Der Draht dient ja nur zur Fixierung eine Kraft kann der auch nicht wirklich vertragen.Falls doch würde ich die Variante mit den Unterlegscheiben bevorzugen.
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Was das Gewicht angeht, ich hatte auch eins an meiner Achse.Irgend wann bei einer TÜV Prüfung hat der Prüfer gesehn, dass das Gewicht selbst durchgebrochen und hing nur noch lieblos durch den Bügel an der Achse.Der Prüfer (einer der sich sehr gut mit den Kadett‘s auskannte) sagte dann zu mir das ich entweder ein intaktes montieren soll oder das einfach weg lassen sol, nur das zerbrochene wollte er nicht haben.Wir haben das dann noch beim TÜV in der Grube ‘ausgebaut‘ und seit dem fahre ich ohne Gewicht.Einen Unterscheid konnte ich in keinem Zustand erkennen.Gruß,Ilias
 
Moin!

Hab da grad ne Idee... wenn die Vibrationen im Stand nicht auftreten, könnten die doch rein theoretisch auch von den Reifen/Felgen kommen, oder?

Also wenn die Vibrationen bei der Testfahrt noch da sind, würd ick einfach mal andere Räder druffstecken oder die vorhandenen mal auf Unwucht überprüfen...

MfG Ronny B.

Ein Oldtimer gehört gepflegt, umsorgt und liebevoll gehegt, denn erkennt man seinen Wert, wird er von allen hoch verehrt!

Die Hompääääätsch...
 
Da würde ich dem Ronny zustimmen.

Wenn die Vibrationen bei ca 100Km/h weg sind,ist das in etwa wie bei schlecht gewuchteten Rädern oder mit einem Höhenschlag.

Vielleicht solltest du deinen Wagen mal hinten auf Böcke stellen und dann mal einen Gang einlegen und hochdrehen(nicht übertreiben
b.gif
)

Dazu mußt du ja nicht zwangsweise im Auto sitzen.Dann mal den Rundlauf der Räder kontrollieren.

Markus

Nix iss mir so lieb , wie der Heckantrieb. (OO)=[][]=(OO)
 
Tippe auch auf Felgen/Wuchten. Kam in letzter Zeit des öfteren vor das die Felgen selbst nen Schlag hatten.

Jürgen
 
Sag mal Eugen,hattest du die Vibrationen von Anfang an?Das sind doch umgeschweißte Füchs auf deinem Coupe, oder?Gruß,Ilias
 
Hi Jungs,

ich hatte das Auto bereits vorher aufgebockt und im 1. Gang laufenlassen. Dabei habe ich das Hoch- und Runtergehen der Kardanwelle beobachtet und bin daraufhin zum Spezialisten. Zumindest einen Seitenschlag der Hinterräder konnte ich nicht beobachten - will jedoch nicht ausschließen, daß ein Höhenschlag existiert. Jetzt warte ich auf meine Benzinversorgungsteile und mach‘ dann mit einer nun hoffentlich richtig montierten Kardanwelle eine Probefahrt (aber heute sowieso nicht, weil‘s regnet ...).  Wenn‘s immer noch vibriert, schau ich mir die Räder genauer an.

Danke für die Tips - ich melde mich wieder.

Gruß Eugen

show-user_65833-102334-1070171-opel_rallye_2_0e_1978.html
 
Das hintere Kreuzgelenk des Kadett C hat einen Hülsendurchmesser von 29mm und eine Kreuzlänge von 76mm. Man kann da natürlich auch ein 74er reinmachen, dann hat man aber den von dir beschriebenen Spalt. Und dann vibriert es auch. Scheiben zum zwischenlegen sind Pfusch.

Der manchmal vorhandene Draht zwischen den Hülsen ist nur eine Transportsicherung, er hat montiert keine Bedeutung.
 
Ups, gerade las ich, daß Du auch gerne auf die Fixierungsnasen der Aufnahmeklaue hauen möchtest. Nein! Lassen!

Das Kreuzgelenk ist leider nicht der einzige Vibrator im Antriebsstrang: Die Feder vorne muß vorhanden sein, und die Verzahnung muß die richtige Eintauchtiefe haben und darf nicht ausgeschlagen sein. Einfach mal am vorderen Gelenk wackeln, wenn da was Spiel hat, nützt alles Auswuchten der Welle nichts.
 
Hi Jungs:nach der ersten Probefahrt heute kann ich sagen: alles OK ! Vibrationen weg ! Lag bestimmt an der falsch montierten Kardanwelle (Ausbuchtungen der Nadellager für den Sicherungsdraht lagen nicht genau in der dafür vorgesehenen Kerbe). Inwieweit das Austarieren des Spiels an den Enden der Nadellager eine Rolle gespielt hat, kann ich nicht sagen. Aber falls es wieder mal auftreten sollte, dann muß ich mich um das von "pttltz" genannte Problem "Das hintere Kreuzgelenk des Kadett C hat einen Hülsendurchmesser von 29mm und eine Kreuzlänge von 76mm. Man kann da natürlich auch ein 74er reinmachen, dann hat man aber den von dir beschriebenen Spalt. Und dann vibriert es auch. Scheiben zum zwischenlegen sind Pfusch" kümmern. Jetzt bin ich erstmal sehr zufrieden: Vibrationen weg, Motor dreht mit neuer Benzinpumpe, Filtern, neuen Kerzen, neuen Zündkabeln und der Boschdienst-Zündeinstellung wunderbar und gleichmäßig hoch.@Ilias: nein, habe leider keine umgeschweißten Füchse drauf, nur ATS 7*13, ET20 vorne und ET3 hinten. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.Danke für eure Mitarbeit und eure tollen Ratschläge zur Lösung.Bis dann mal und GrußEugen   
 
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