pünktlich vor dem 50. Geburtstag der Limo morgen, wurde heute noch mal eine Sonderschicht eingelegt.
Es steht ja noch die Frage offen, warum die Limo die letzten beiden Jahre so wenig bewegt wurde.
Achtung, jetzt kommt viel Text:
2024 ging es im Konvoi nach Kaiserslautern auf das Kadett C Treffen, das Letzte am alten Werksgelände.
Auf dem Heimweg kam es zu Geräuschen während der Fahrt.
Beim Wechsel auf die Stahfelgen ein paar Tage später hatte ich zunächst ein Radlager in Verdacht, das kurz zuvor gewechselt wurde, da sich viel Öl in/um das linke Hinterrad konzentrierte.
Bei näherer Betrachtung war jedoch der ganze Unterboden ölverschmiert und das Singen entstand nur im vierten und fünften Gang. Der Wedi am Getriebeausgang hatte seinen Dienst quittiert, doch das Getriebe!
Was tun? Mit zwei linken Händen und einem TG-Stellplatz ist da nicht viel auszurichten.
Also einen „Getriebespezialisten“ gesucht, der auch gleich eine, so hieß es, auf Oldies spezialisierte Werkstatt für den Aus- und Einbau zur Hand hatte.
Bis hier hin klingt das noch alles recht gut, aber …
Die Limo auf den Trailer gepackt und 140 km zur Werkstatt gebracht. Geplante Zeit: Dienstag bis Freitag. Knapp vor dem Urlaub, aber machbar.
Donnerstag kam die Mitteilung „dauert länger, fahr erst mal in Urlaub“.
Gesagt – getan.
Nach dem Urlaub wieder mit dem Trailer los, um die Limo abzuholen.
Die Probefahrt war sehr ernüchternd.
Festgestellt wurden ad hoc eine lose Mittelkonsole und verdrehte Auspuffschellen (Schrauben Richtung Boden), dass der Wagen nicht mal mehr über eine flach auf dem Boden liegende Kippenschachtel fahren konnte, geschweige denn auf den Hänger.
Die erkannten Mängel wurden fix beseitigt.
Weil die Zeit im Nacken hing, die Kiste aufgeladen und los.
Zu Hause angekommen, weitere Ernüchterung.
Festgestellt wurden: Lackschäden im Motorraum, gequetschte Spritleitung, Lack auf dem Schlossträger gerissen, ein paar lose Schrauben, Auspuff schlägt an.
Werkstatt angerufen und nach einigem hin und her Termin zur Nachbesserung / Instandsetzung ausgemacht.
Ein paar von Euch durften sich die Kampfspuren auf dem Treffen in Koxhausen ansehen, dahin ging die erste Probefahrt, nachdem ich mit nem Kumpel zumindest schon mal den Auspuff gerichtet hatte.
Also erneut 2x 140 Km jew. da hin und Heim, um alles wieder hübsch zu haben. *zähneknirsch und Faust in der Tasche*
Wieder eine Woche später, auf dem Weg nach Belgien zu Kadett C Treffen, keine 40 Km weit gekommen.
Plötzlich kreischt das Getriebe, als ginge es um Tod und Teufel.
Noch von unterwegs den „Getriebespezialisten“ kontaktiert und als Antwort bekommen „selber schuld – dann haste das kaputt gefahren“ - genau …
Mit dem Auto rechts ran und bei Andre (Mc Caravan) als Beifahrer ins Auto gestiegen.
Den Kadett später abgeholt.
Nach ungezählten Telefonaten und WhatsApp wurde sich ein paar Wochen später darauf geeinigt, das Getriebe erneut zu überarbeiten und bei der Gelegenheit auf eine BMW Eingangswelle umzubauen.
Es hieß, diese sei höher belastbar und es wurde versprochen, dass lediglich mit einer anderen Kupplungsscheibe alles „plug&play“ passt. Aber ein BMW Getriebe zur Teilegewinnung sollte ich bitte besorgen.
Als das kreischende Getriebe diesmal an anderer Stelle ausgebaut werden sollte, leisteten die Teile massiven Widerstand. Die Kardanwelle ließ sich erst demontieren als die Hinterachse gelöst wurde. Die „Werkstatt“ hat es tatsächlich geschafft die Motorlager zu vertauschen und Motor + Getriebe mit roher Gewalt ins Auto zu zimmern (so sitzt der Motor ein gutes Stück weiter hinten).
Klar, dass da nach 300 Km das Getriebe in den Fritten ist. Massive Vorspannung im kompletten Strang! Da wundern auch die Kollateralschäden im Motorraum nicht mehr.
Für den Übergang hatte ich mir von Kleinanzeigen ein Ersatzgetriebe besorgt, wer weiß wie lange sich alles zieht. „orig. 140.000 Km, lief bis zum Ausbau 1a!“ – kennt man ja.
Ins wahre Leben übersetzt heißt das: Synchronring von 3. auf 2. Gang, sowie Tachoantrieb defekt. Klasse.
Irgendwann konnte ich das, erneut vom „Spezialisten“ revidierte Getriebe abholen.
Ab dann gingen diverse Versuche ins Land die Kombo ans Laufen zu bringen.
Abdrehen von Automaten und Scheibe bis beides ineinander fluchtet, waren nur der halbe Weg.
Damit die Kupplung trennt, sollte laut Empfehlung des „Spezialisten“ der Kupplungsautomat mit Unterlegscheiben auf dem Schwungrad montiert werden – im Leben nicht! Da haben wir dann aufgegeben und das Übergangsgetriebe wieder montiert.
Nach Monaten voller Frust noch einen heißen Tipp bekommen.
Darauf hin vom Rene, a.k.a. Driftmaster eine Schwungscheibe auf 6-Punkt Anbindung umbauen lassen mit darauf feingewuchtetem BMW e30 Kupplungspaket.
Heute hieß mit vereinten Kräften schrauben.
Übergangs-Getriebe raus, Schwungscheibe und Kupplungspaket tauschen und anderen Kleinkram erledigen.

Danke Ivo!
Das Bild sollte ich auch noch anhängen, obwohl ich die meiste Zeit bloß rumgestanden habe:
Damit könnte ich dann nach zwei Jahren Frust wieder zum Treffen nach KL – toi toi toi
Pascal
schlüpferblau und doppelt bewebert