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Kühlung Cih, Entlüftungsfrage bzw. Luft im System?

El Cubo

Active member
Moin in die Runde 

ich benötige mal die Schwarminteligenz des Forums für folgende Frage:

Schon nach kurzer Fahrt tropft es aus dem Überlaufschlauch des Kühlers, das bedeutet für mich das der Druck zu hoch ist.

Randbedingungen:

  • Die Dichtung des Kühlerdeckels ist okay, der Deckel ist für 1 Bar, die Feder ist auch gut.
  • Der Füllstand vor Fahrtbeginn stimmt, je nach Fahrtlänge verliere ich Kühlflüssigkeit.
  • Die Temp-Anzeige geht und zeigt beim Fahren auf den 2. Strich nach dem blauen Feld, je nach Belastung etwas davor oder genau drauf. Für mich auch okay.
  • Heizung geht auch sofort.
  • Alle Schläuche bie Kühlmittel führen inkl. zur Drosselkappe sind vergleichbar heiß
  • Der Rücklaufschlauch in den Kühler ist bei heißem System stramm, steht also auch unter hohem Druck.
  • Wenn man den kalten Motor bei offenem Kühlerdeckel startet und warm laufen lässt, bis hinter das blaue Feld passiert nichts auffälliges.
Das Überlaufen ist für mich also dafür ein Sympthom, das Luft im Kühlkreislauf ist. Liege ich da richtig? Was kann es noch sein?

Das hab ich mindestens seit meinem Kühlerwechsel im März. Ich hab beim Nachfüllen entlüftet, also Motor an, Heizung auf. Allerdings sitzt die Madenschraube im Thermostatgehäuse extrem fest, ich hab deswegen zunächst über den Temp.-Fühler der Temperaturanzeige und dann über die Drosselkappe entlüftet, der Schlauchanschluss vom Rücklauf an die Drosselklappe ist ja der höchste Punkt neben dem Kühler.

Ich hab genauso noch mal nachentlüftet und es kam überall sofort Flüssigkeit, aber das Problem besteht noch.

Kann wegen der unlösbaren Madenschraube soviel Luft verblieben sein und wird nicht fortgeführt, das es zu diesen Auswirkungen kommt?

Danke für Tips im Voraus.

Gruß

Hauke 
 
Mess mal an deinem Kühler den Abstand von oben nach unten wo der Kühlerdeckel aufliegt und wo er abdichten sollte und vergleiche das Mass mit deinem Kühlerdeckel.

Hatte ich mit einem neuen Kühler auch schonmal,daß der Kühlerdeckel nicht richtig abgedichtet hat und vorzeitig abgeblasen hat...

Fehlerhafte neue Kühlerdeckel sind natürlich häufiger...

Ich hätte schon mit beidem Probleme-die Teile sind einfach nicht mehr so präzise gefertigt wie damals-das ist ärgerlich...

Am entlüften liegt es sicher nicht-das ist beim CIH ja keine Raketenwissenschaft.

Wenn Luft im System wäre,macht auch meist der Thermostat nicht auf-der scheint bei dir aber zu funktionieren 
 
Hallo.

Kann man ausschließlich das die Kopfdichtung defekt ist ?

Das würde erklären warum er bei offenen Kühlerdeckel nicht überläuft,

Die vom Motor eingedrückte Luft kann entweichen.

Bei einer Luftblase würde er in der Regel auch bei geöffneten Kühler überlaufen.

Mfg.
 
Ja, das mit dem Messen kann ich mal machen und auch mal einen anderen originalen Deckel zum Vergleich nehmen. Ich kann auch den ausgebauten alten Kühler mal mit dem nun verbauten Kühler vergleichen, das ist schon mal ein guter Tip, besten Dank.

Das neue Befüllen und Entlüften ist in der Tat kein großes Hexenwerk, deswegen bin ich ja etwas irritiert und ratlos. Sowas hatte ich noch nie.

Ist der Kühler-Rückkaufschlauch bei warmem Motor eigentlich regulär so prall das man ihn nicht richtig zusammendrücken kann? Wenn der Motor wieder kalt ist geht es dann ganz leicht. Hab ich bisher noch nie gemacht  deswegen weiß ich nicht ob sich das warme Kühlmittel so stark ausdehnt das dieses Phänomen nornal ist.

Der Supergau wäre ja das der Druck entsteht, weil die Kopfdichtung defekt ist, aber dafür gibt es zum Glück keine anderen Symptome. Toi toi toi...

Gruß

Hauke 
 
Hallo Thilo,

das will ich nicht hoffen, der Motor hat erst 1300 km gelaufen. Aber ausschließen kann man sowas ja nie. Wasser und Öl sind aber sauber, und kein Rauch aus dem Auspuff.

Ich werde kommendes Wochenende mal die Kompression messen, vielkeicht ergibt sich daraus ein Index. Aber die Kopfdichtung geht ja nocht einfach mal so in die Knie ohne das vorher was anderes "schlimmes" wie Überhitzung oder so passiert ist. Und das gab es nicht.

Gruß

Hauke 

 
 
Aha,der Motor hat erst 1300km runter?

Auch so ein Problem hatte ich schonmal,der Einwand von Thilo ist absolut angebracht...

Auch mein Motor war damals komplett neu und hat nach jeder Fährt ganz leicht Wasser zum Überlauf raus gelassen.

Hatte schon die Befürchtung daß evtl der Kopf gerissen ist weil nachträglich Bleifreiringe reinkamen.

Aber es lag doch an der Kopfdichtung.

Die war zwar nicht wirklich defekt im klassischen Sinn,aber leicht durchgebissen hat sie trotzdem.

Es gibt wohl Nachzugsfreie und welche die man nach dem ersten Warmlauf nachziehen soll...

Welche nun von welchem Hersteller ist kann ich dir aber leider nicht mehr sagen

Markus
 
Hallo,

Verbrennungsgase im Kühlwasser ist das erste Anzeichen einer defekten Kopfdichtung. Wasser im Verbrennungsraum und Öl /Wasser Austausch kommt meist erst im Endstadium. Einfach in der Werkstatt eine ppm hc Messung durchführen lassen und du bist dir 100% sicher. Wo soll der Druck denn sonst herkommen? 
 
Ja, die Kopfdichtung hatte ich auch schon in Verdacht, daher die Frage mit sem Druck im System, und während Thilo das geschrieben hat hab ich es überschneidend ja auch schon erwähnt, aber mit der Hoffnung dass es das nicht ist. Eigentlich wollte ich diese Saison ja zum ersten mal einfach nur fahren, irgendwie klappt das aber nicht.

Na, mal sehen, wenn es das mit den Maßen des Deckels/Kühlers nicht ist muss ich mich damit mal auseinandersetzen.

Es müsste dann ja eine Undichtigkeit von Brennraum zum Kühlkreislauf sein, da hab ich ja nicht zwingend eine Misching von Öl und Kühlflüssigkeit, und auch nicht zwingend Feuchtigkeit außen am Motor. Wie kann ich eibe schadhafte Kopfdichtung noch feststellen oder eingrenzen? Den Kopf will ich ja auch nicht umsonst demontieren. Hat man dann in jedem Fall weißen Rauch aus dem Auspuff oder geht ausschlielich der Druck in den Kühlerkreislauf?

Kopfdichtung ist Neuland für mich, aber ich hab meinen letzten Motor, wo der Kopf runter ist, da kann ich mir das mal ansehen. Tips, was zu beachten ist und welche Dichtungen qualitativ zu bevozugen/vermeiden sind hole ich mir dann hier gesondert.

Gruß

Hauke 
 
Wie ich schon gesagt habe, mit einem 4Gas Messgerät (Abgastester) . Gibt auch ein System mit Flüssigkeiten die aufeinander reagieren, damit werden unverbrannte Kohlenwasserstoffe im Kühlwasser nachgewiesen oder nicht. Kostet weniger als eine Woche Ungewissheit zu haben und wahllos Teile zu kaufen. 
 
Hallo Andretti,

ich hatte eben Deine Nachricht nicht gesehen während ich meine schrieb. Danke für den Tip, gute Idee, das kannte ich nicht.

Die Woche Ungewissheit hab ich zwar auch so, weil ich erst am Wochenend wieder zu Hause bin, aber nächste Woche Urlaub und dann kann ich mal in die Werkstatt.

Mich (und noch mehr meine Frau) nervt das im Moment etwas, weil immer wieder was Neues ist, und ich eigentlich inzwischen andere Baustellen als den Rallye hab. Aber hilft ja nix, das muss ja mal irgendwann fertig werden...

Gruß

Hauke
 
Wasser verbrennen kommt meist erst im Endstadium, würde dann meist auf 3Zyl. anspringen weil das Kühlwasser über den Druck im System nach dem abstellen in den Verbrennungsraum nachtropft, kondensiert und dann die entsprechende Zündkerze nass ist und ausfällt. Am Anfang ist es meist so wie bei dir. Die Kopfdichtung ist ja nicht alt und weggebrochen, sie trägt nur an einer kleinen Stelle nicht. 
 
Was dann gegen die Theorie der defekten Kopfdichtig spricht ist, das der Motor sofort auf allen vier Pötten anspringt und sofort rund läuft.

Montag Vormittag weiß ich mehr, dann wird mal die Kühlflüssigkeit gemessen, ich hoffe in der Hauptsache nicht den Motor aufmachen müssen, wobei es dann bleibt, die richtige Ursache noch zu finden.

Wenn es was neues gibt hört ihr es 
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Gruß

Hauke
 
Also wenn ich das alles so lese, glaube ich, dass du etwas zu viel Kühlwasser in den Kühler geschüttet hast. Dass bei heissem Motor die Schläuche hart sind ist normal. Ist ja ein Überdruck-Kühlsystem um den Siedepunkt zu erhöhen.

Welchen Kühler hast du drin, den richtigen mit dem in Richtung Motor versetzten Kühlerdeckel? Da sollte dann gerade so das Kühlwasser zu sehen sein. Der braucht ja einen Ausgleich für das sich ausdehnenede Kühlwasser.

Wenn du etwas weniger Kühlmittel einfüllst, müsste es gut sein. Einfach mal versuchen bevor du dich wegen einer defekten Zylinderkopfdichtung kirre machst. Der wird ja nicht heiss.
 
Der Kühler ist der mit dem versetzten Deckel. Ich hab bisher immer so cs. 3 mm über dem Boden des Versatzes eingefüllt, das man den Füllstand sehen und prüfen kann. Bei 5 mm passierte bisher auch noch nie was mit dem alten Kühler

Das müsste doch okay sein, oder?

Bei meiner vorletzten längeren Fahrt  war aber dann soviel verloren das ich git einen 1/4-Lieter nachfüllen musste. Da ich unterwegs nichts gesehen hab gehe ich davon aus das es entweder kleckerweise wardaoder eben eine schlagartige Entlastung in einer Situation in der ich auf andere Dinge achten musste. Da bin ich von Luft im System ausgegangen und dem daraus entstehenden Überdruck. Als die Entlüftung jetzt nichts gebracht hat und schon nach 3-4 km immer schon der Überlaufschlauch unten wieder 1-2 Tropfen hängen hatte war klar das es schon wieder übergelaufen war. Und das fand ich dann schon merkwürdig.

Aber weil es immer wieder ist kommen einem solche Ideen.

Ja, ist schon klar mit dem Überdruck, die Deckel machen ja auch erst bei 1Bar auf, aber nach 3 km ist nan ja gerade aus dem blauem Bereich raus, und dafür fand ich das dann schon recht prall. Aber wie gesagt, hab ich früher noch nie geprüft.

Vielleicht ist es echt wie 19er sagt das beim neuen Kühler das Maß von der Dichtfläche zur Oberkante Einfüllstutzen etwas größer ist und deswegen die Federkraft kleiner, so dass der Deckel früher aufmacht.

Montag weiß ich es genau, kostet ha jaum was und grenzt die Suche in die eine oder andere Richtung schnell ein.

Gruß

Hauke 
 
Hallo zusammen,

zumindest ist die Ursache nun etwas eingegrenzt, denn es ist tatsächlich Abgas im Wasser. Danke Mario für den Tip, war ne schnelle  Geschichte und nun weiß ich genau was Phase ist.

Aber Null Vermischung von Wasser und Öl. Und keine weiße Wolke.

Es könnte die Kopfdichtung undicht sein, aber es ist denke ich sehr selten dass sie dann wie eine Membran funktionieren, also Abgas ins Kühlsystem lässt, aber nach dem Abstellen wieder Dicht macht und kein Kühlwasser in den Verbrennungsraum lässt.

Könnte also genausogut auch ein Riss im Kopf sein, oder sogar im Block.

Andere Werkstatt ist jetzt dran, es gibt hinter Oldenburg wohl einen Motorenbauer der das kann: Kopf abdrücken. Jetzt ist etwas Systematik angesagt, bevor ich nur die Kopfdichtung tausche und es ist irgendwo ein Riss. Zum Glück hab ich noch einen guten Kopf liegen, aber die Saison ist mal wieder im Eimer. Irgendwie klebt da Auch nur Scheiße dran, aber es hilft ja nichts.  

Sage wie es weitergegangen ist wenn es Infos gibt.

Gruß

Hauke 
 
Kopf abdrücken ist der richtige Weg, denke aber das es nur die Dichtung ist. Haben wir bei neueren Motoren oft so das nur Abgas in das Kühlmittel gedrückt wird. Was hast du denn für eine Dichtung verbaut gehabt?? Hatte ja nicht viel gelaufen. VG Mario 
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Ich bin gespannt was nach dem "Kopf abdrücken" raus kommt...

Wie gesagt-mich erinnert das an meinen 2.Post,siehe oben.

Hab damals eine neue Kopfdichtung verbaut,warmlaufen lassen,Kopfschrauben nachgezogen und seither ist Ruhe...

Hatte sowas zwar in den ganzen Jahren und der CIH Schrauberei auch noch nie,aber vielleicht sind CIH Kopfdichtungen bei den Herstellern nicht mehr so geläufig,und man verwendet Dichtungsmaterial für andere Motoren die nach dem Warmlauf nachgezogen werden müssen...
 
Hallo Markus,

mal sehen was da kommt. Ich denke es ist die Dichtung, aber Wissen macht mehr Ruhe als Restunsicherheit, jedenfalls bei mir. Da reichen mir gewisse Wagnisse im Job, brauche ich aber nicht beim Kadett 
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Ich hatte auch noch mal den Einfüllstutzen des alten Kühlers mit dem Neuen verglichen: Absolut identischer Abstand, und nochmal den Deckel getauscht, gleiches Ergebnis. Die Messung heute bestätigt das ja auch  woher das Abdrücken der Kühlflüssigkeit kommt.

Gruß

Hauke 
 
So, Zylinderkopfdichtung ist gewechselt, nur die hohen Temperaturen draußen passen nicht zu so einer Arbeit.

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Kopf und Zylinder sehen auch gut aus, also die Dichtflächen mit feinem Ölstein abgezogen, sauber gemacht, wieder zusamme gebaut, schön nach Reihenfolge die ZK-Schrauben mit 100 Nm angezogen, Rest zusammengebaut, Kühlmittel aufgefüllt.

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Und dann die vorletzt mechanische Aktion,  -weil ich mir noch eine 11er Nuss holen musste-,  die Plastikschraube in die Nockenwelle gedrehen.

Und paff, bricht das Gewinde, aber sie war noch noch ganz drinnen, aber eigentlich drehte sich nicht schwer. Ich hätte mit sowas denken können, die Schraube sah schon braun aus und nicht mehr weiß, der Kunststoff war ggf. schon spröde.

Zum Glück ist nichts nach unten ins Steuergehäuse gefallen, sonst hätte ich gleich alles wieder auseinander nehmen können.

So, nun muss ich mir erstmal so eine Schraube bestellen, hab ich nicht liegen.

Ich hab schon mal alles mit Lappen abgedichtet, nächstes Wochenende muss ich ein Kernloch reinbohren, da es ja zum Glück  Plastik ist kann man das ja von Hand. Und dann mit Linksaudreher rausholen. Hoffe das geht so einfach.

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Warum mir immer so ein unnötiger Scheiß passiert, die schwirigen Sachen aber immer glatt gehen weiß ich auch immer nicht. So kann man nie fertig werden.... 

Ich schreib dann mal wie es weitergegangen ist.
 
So, das Schwein ist raus.

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Ich wusste nicht das es 2 verschiedene Kunststoffschrauben gab bzw. welche richtig ist.

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Die lange war es. Das Spiel zum Mockrnwellen-Deckel war aber Null, ich hab dann von der Kunststoffschraube etwas abgenommen bis ich ein Spiel von 0,3 mm hatte, das ist genau im Mittel der Sollmaße.

Nockenwellen- und Zylinderkopfdeckel drauf, fertig. Motor an, und Mist, er läuft wie ein Sack Nüsse. Warum das denn wohl? Theoretisch kann sich ja nichts verstellt haben.

Morgen mal die Zündung einstellen, und wenn ich das Messzeugs wieder in die Garage nehme, kann och auch gleich mal die Kompression messen. Nur Interessehalber.

Gruß

Hauke 
 
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