Einen reinen Kadett C- Umrüstkatalog gibt es in der Tat nicht, der Katalog ist thematisch sortiert, und innerhalb der Themen dann nach Fahrzeugen.
Wenn Du den Umrüstkatalog nicht hast und suchst (das ist mir nicht ganz klar aus deiner Formulierung) dann könnte ich die den Katalog als PDF per Mail schicken. Ich weiß nicht ob ich den hier hab oder zu Hause, je nachdem also diese oder erst kommende Woche, falls bis dahin keiner schneller ist.
Auf dem Block des 2.2 steht trotzdem nur 2.0 drauf, deswegen sieht man dem Block von außen nicht den größeren Hubraum an. Beim 2.4 steht im Guß wiederdraf was drin ist
Jaja, die neuen Ingenieure.
Ein wenig muss man da aber sicher differenzieren, 99% "für die Tonne" ist sicher zu hoch angesetzt, im Kern stimmt die Aussage auch auch, aber es liegt nicht nur an den Leuten, die können es oft nicht besser. Wenn man unscher ist und/oder deswegen keine Verantwortung übernehmen will, der hält sich sklavisch an den Vorschriften fest. Und liegt es aber daran, das heute die Vorschriften viel umfangreicher sind und Haftungen straffer gefasst werden.
Deswegen etwas Off-topic:
Ich kann nur für Stahlstrukturen aus Erfahrung sprechen: Wer hat sich vor 20 oder 30 Jahren schon mit Dingen wie den ganzen heute gültigen Normen, Vorschriften und Richtlinen beschäftigt mit denen sich heute alle rumschlagen müssen. Das bremst heute Entscheidungen nach Augenmaß und Sachverstand oft völlig aus. Auch ich habe früher in meinen ersten 6 Berufsjahren noch Stahlkonstruktionen, Betriebslösungen, Reparaturen oder Umbaumaßnahmen im Wesentlichen nach Optik und dem Motto "was gut aussieht ist auch gut" ausgelegt, die Vorschriften haben damals immer nur den ersten Rahmen gegeben. Gehalten hat das später alles, und die Schiffe schwimmen heute immer noch. Dazu hilft natürlich einerseits etwas Erfahrung zu haben, vor allem aber ein gutes Festigkeitsgefühl und am besten, vor dem Studium eine entsprechende Berufsausbildung gemacht haben. Und nicht nur über das rein theoretische Studium zum Tiitel gekommen zu sein.
Trotzdem: Konstruktionen rein nach Gefühl auszulegen würde heute kaum noch jemand so machen, und das ist im Grunde auch gut so, denn es gibt ja z.B. FEM. Aber: Den meisten Ingenieuren fehlt wirklich vielfach ein gutes Gefühl für die Sache, kaum jemand lernt noch, etwas "zu Fuß" zu rechen, und dann können die tollsten Ergebnisse nicht wirklich bewertet werden. Alle nutzen heute Excel und Rechner, die das Leben ja erleichtern, aber das nützt nichts, wenn man nicht vorher schon eine ungefähre Vorstellung von der Größenordnung des zu erwartenden Ergebnis hat. Denn dann kommt zwar ein Bereichnungsergebnis raus, das auf 100 Stellen hinter dem Komma genau ist, aber die neuen Ingenieure können einfach oft nicht mal einschätzen ob vor dem Komma 5 oder 50 Tonnen stehen müssen. Und nur was vor dem Komma steht ist relvant, und nicht die dritte stelle nach dem Komma.
Und woran liegt es? Am Schulsystem. Da werden immer weniger Fertigkeiten und Fähigkeiten vermittelt. Wenn dann die Schüler und Studenten das Lernziel nicht mehr schaffen, werden irgendwann die Voraussetzungen nach unten korrigiert. Fängt ja in der allgemeinbindenden Schule an und setzt sich in der Berufsschule und im Studium fort. Früher konnten wir als Vorbereitung für Zwischen- und Abschlussprüfung an den Teilen die Bezugswinkel feilen - das war es aber auch schon. Der rest war Überraschung bei Prüfungsbeginn. Heute werden die Zeichnungen der Prüfung schon vorher veröffentlich, und wer will kann üben, zumindest weiß aber jeder Azubi was auf ihn zukommt. Oder in Bremen wurde von 10 Jahren mal der Begriff "Hauptschule" gegen "Sekundar.... irgendwas" geändert, weil Hauptschüler auf dem Arbeitsmarkt kaum Chancen mehr hatten - statt nachhaltig etwas gegen Bildungverfall und Stundenausfall zu machen. Aber das kostet ja Geld. Und bei den Studierenden ist das ähnlich. Damit die Durchfallquote erträglich bleibt einfach die Anforderungen nach unten korrigieren. Was dann dabei rauskommt sind dann unsichere Ingenieure, die keine Verantwortung übernehmen wollen und/oder können. Ingenieure, das war mal eine deutsch Kernkompetenz.
Aber irgebndwann gehen all die alten Hasen (und Prüfer) mit Augenmaß und Sachverstand in Rente. Da bleibt dann die Hoffnung, das bis dahin die neuen Ingenieure genug Erfahrungen und Sicherheit gesammelt haben....
Off-topic Ende
Gruß
Hauke