Hallo Leute
Der Unterboden konnte ja mittlerweile ausgiebig trocknen. Bevor es aber mit der Hohlraumkonservierung weiter gehen konnte, mußte erst mal zu Forschungszwecken die eigens dafür angeschaffte Citykarosse dran glauben.
An die, die jetzt gleich wieder losjammern: Der City war schon tot.
Manchmal muß halt einer sterben, damit ein anderer leben kann
Die C-Säulen sind ohne irgendwelche Verstärkungsbleche und gut zu erreichen. Hier kann man auch die Gurtverschraubungen nutzen.
Die hinteren Längträger, die am Heckblech anfangen und am senkrechten Blech der Sitzbank enden sind problemlos über Bohrungen auf Höhe der Stoßdämpfer, am Unterboden und unter der Rücksitzbank zu erreichen.
Über dem Getriebetunnel ist noch ein kleines Verstärkungsblech direkt hinter dem senkrechten Blech der Sitzbank. Dieses ist aber in der Regel rostmäßig unauffällig.
Die Radläufe sind vom Kofferraum her und hinter den Seitenverkleidungen neben der Sitzbank leicht zu erreichen.
An den vorderen Seiten der hinteren Radläufe befinden sich zwei Kunststoffstopfen für Innen- und Außenschweller...
...die aber auf Höhe der Gurte wieder zu einem Schweller zusammenlaufen.
Unter bzw. hinter dem Schwellerblech sitzt die Wagenheberaufnahme. Ein sehr kritisches und rostanfälliges Detail.
Hinter dem Schwellerblech befindet sich nämlich noch ein Hohlraum, der nur vom Unterboden aus erreicht werden kann.
Allerdings sind die Zugänge meist mit Dichtmasse verstopft. Hier ist popeln angesagt!
Wenn dieser Hohlraum nicht mitgemacht wird kann man sich die Arbeit gleich ganz sparen.
Die Bleche sind vom Werk aus nämlich blank! Meiner Meinung nach liegt hier der Grund warum so oft die Wagenheberaufnahmen weggammeln.
Ein Stück weiter vorne ist der Schweller bequem über die Gurtbefestigungen zu erreichen.
Oberhalb die zweigeteilte B-Säule.
Gut zu erreichen hinter der Seitenverkleidung oder über die Löcher der Scheibenbefestigungen.
Im vorderen Bereich ist wieder ein Versteifungsblech im Schweller verbaut und er wird wieder zweiteilig.
Die innere Seite ist mit einer entsprechend langen Sonde über die Längsträgeröffnungen, direkt hinter dem Frontblech zu erreichen.
Hier ist es nur etwas frickelig an den Verstärkungen der Vorderachsverschraubungen vorbei zu kommen.
Die innere Seite vom Schweller ist auch über die Entwässerung am Unterboden zu erreichen. Nur kommt man da schwierig um‘s Eck.
Auf der inneren Schwellerseite ist oben noch ein fieses Blech eingeschweißt, das einen kleinen aber feinen Hohlraum gibt.
Der Grund warum manche Kadetts im Fußraum auf der Innenseite durch sind. Dieser Hohlraum ist eigentlich nur über eine zusätzliche, selbst gemachte Bohrung über der mittleren der drei Blechsicken zu erreichen, oder über das Schraubenloch von der Einstiegsleiste, die ja aber vom Durchmesser her nicht wirklich viel zuläßt.
Die äußere Seite vom Schweller erwischt man über den Fußraum.
Die zweigeteilte A-Säule erreicht man am besten über das Dach.
Vorausgesetzt der Himmel ist ausgebaut.
Auf Höhe der unteren Scheibenecke wird die A-Säule wieder zu einem Stück.
Dieser Bereich ist von innen gut durch ein Loch unter dem Armaturenbrett zu erreichen.
Mit etwas Gefummel kann man bestimmt auch beide Kammern der A-Säule durch den Fußraum erreichen. Da darf man dann nur die Sonde nicht zu weit hoch schieben um sich nicht den Himmel zu versauen.
Meiner Meinung nach kann man die A-Säule im unteren Bereich nicht ohne zusätzlich Bohrungen zuverlässig konservieren.
Hier ist nämlich ein von oben komplett verschlossenes Versteifungsblech verbaut, das weder von innen noch von außen vernünftig zu erreichen ist.
Dieser Schnitt ist nur 10mm tiefer als der auf dem Bild davor. Hier wird deutlich sichtbar, daß der Hohlraum um das Scharnier herum auch nicht über den Türkontaktschalter erreicht werden kann!
Ungefär mittig zwischen den Scharnieren ist der Hohlraum noch größer. Natürlich sind auch hier die Innenseiten blank!
Der Schnitt über dem unteren Scharnier.
Auf Höhe der oberen Schwellerkante endet das Blech. Nur kann hier von unten keine Sau eine Hohlraumkonservierung einbringen. Ich hab das mal hier mit roten Linien eingezeichnet. Offen ist das Blech nur an der kürzeren Linie. An der längeren ist zu. Man sieht auch, dass da der Dreck liegen bleibt.
Da sämtliche offensichtliche Verstärkungsbleche am Unterboden ja selbsterklärend sind will ich hier nicht weiter darauf eingehen. Ist ja klar das man sowas im Zuge einer Hohlraumkonservierung mit macht. Falls ich noch was gravierendes vergessen hab, bitte ich um Hinweise. Danke!
Hier noch ein paar Bildchen von der Schlachtung:
Und das bekommt der Schrotti:
Soll ja auch nicht leben wie ein Hund
Zu guter letzt möchte ich auch noch die Kadettfahrer bitten, die sich noch überhaupt keine Gedanken um irgendwelche Versiegelungen oder Konservierungen gemacht haben, doch mal die Verkleidungspappen im Fußraum abzunehmen. Dahinter verbirgt sich, vor allem bei originalen und unberührten Autos noch das:
In Plastikfolie verpackte Putzwolle, oft mit direktem Kontakt zu blankem Blech. Der ideale Wasserspeicher für Jahrzehnte! Schönen Gruß an den, der das bei der Produktion da reingestopft hat und an seinen Vorgesetzten.
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Kuck Dir den Dieter an, der hat sogar ein Auto!